Neues Buch von Prof. Dr. Gerhard Scherhorn

Eine brandaktuelle Analyse der Ursachen und Auswirkungen der globalen Finanzkrise

Der Ökonom Gerhard Scherhorn schildert die überstürzte und unbalancierte Deregulierung, die zu der aktuellen Finanzkrise geführt hat, und legt dar, was über das derzeitige Krisenmanagement hinaus dauerhaft an der Verfassung der Finanzmärkte geändert werden muss – nicht nur, damit sich solche Krisen nicht wiederholen, sondern auch, um das Finanzkapital daran zu hindern, unsere Zukunft zu verspielen. Denn derzeit verhindern der Vorrang des Kapitals und die Privilegierung des Finanzkapitals die nachhaltige Entwicklung. Die aktuelle Krise kann uns die Augen für diese Probleme öffnen. Eine Revision des kapitalistischen Weltsystems ist möglich, und es ist höchste Zeit, so Gerhard Scherhorn, auch das Finanzkapital der Sozialbindung des Privateigentums zu unterwerfen. Darin liegt die Chance der Krise. Doch damit sie genutzt wird, ist höchste Wachsamkeit nötig. Zwar kündigt die Politik energische Konsequenzen an; aber der Glaube an die Selbstregulierung der Märkte, der zu dem Desaster geführt hat, ist tief in machtvollen Interessen verwurzelt, und so besteht die Gefahr, dass es beim Kurieren von Symptomen bleibt.

Gerhard Scherhorn ist Volkswirtschaftler; er promovierte und habilitierte bei dem Finanzwissenschaftler Günter Schmölders, Universität zu Köln. Heute lebt und arbeitet er in Mannheim als emeritierter Professor für Konsumökonomik der Universität Hohenheim (Stuttgart) und Senior Consultant des Wuppertal Instituts. Er war Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Mitglied des Verbraucherbeirats beim Bundesminister für Wirtschaft, Mitglied des Verwaltungsrats der Stiftung Warentest und Mitherausgeber des "Journal of Consumer Policy".

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